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'H.L. Hunley' sank 1864 im US-Bürgerkrieg
Charleston
(dpa). Eines der ältesten U-Boote der Welt ist nach 136 Jahren vom
Boden des Atlantiks geborgen worden. Hunderte Schaulustige beobachteten
von Booten aus, wie ein Schiffskran die geborgene 'H.L. Hunley'
einige Meilen vor der Küste von North Carolina langsam aus den Fluten
hob. Die 'Hunley' war am 17. Februar 1864 unter mysteriösen Umständen
mit neun Mann Besatzung gesunken. Wissenschaftler erwarten, dass
die Leichen der Männer und die Ausrüstung des Bootes in außergewöhnlich
gutem Zustand sind, da sie praktisch konserviert waren.
Die
'Hunley' war bereits zuvor bei einer Versuchsfahrt gesunken und
wieder geborgen worden. Einmal starben fünf Männer, und vier überlebten.
1864 starben alle neun, darunter der Konstrukteur Horace L. Hunley.
Er hatte das Boot mit einem Durchmesser von nur 1,20 Meter und einer
Länge von 12 Metern für die Konföderierte Armee gebaut, die damit
im US-Bürgerkrieg Schiffe der Nordstaaten versenken wollte. Das
Boot wurde mit Hilfe von Handkurbeln angetrieben.
Unmittelbar vor dem letzten Unglück meldete die über Wasser fahrende
'Hunley' per Lichtzeichen Erfolg: Sie hatte den US-Segler Housatonic
torpediert. Warum sie dann sank, ist bis heute ein Rätsel. Die Wissenschaftler
hoffen, in den nächsten Wochen die Antwort im Wrack zu entdecken.
Die toten Seeleute sollen ihre letzte Ruhestätte auf einem Friedhof
an der Küste finden.
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